Sessiontitel auf einem Flipchart vom Tag eins des Barcamp 2018Beim diesjährigen Barcamp hat uns Journalistin Marie Schreiner besucht und für einen Bericht im freien Sender radioaktiv einige Stimmen eingefangen.

Der ehrenamtlich betriebene Radiosender kommt hier aus der Region und ist campusnah. Du kannst ihn per UKW oder Stream hören.

Folgend Maries Reportage zum Hören. Darunter findest Du das Transkript zum Nachlesen.

 

Barcamp Eindrücke, von Marie Schreiner, Dauer: 03:42 Minuten,  Beitrag als mp3-Datei. Erschienen in der Sendung:  HeiLife – Dein Campusmagazin für Heidelberg.

Transkript des Beitrags

Zuerst ein Geständnis:

Obwohl Barcamps älter sind als Twitter und schon vor über 10 Jahren nach Deutschland kamen, war ich zum ersten Mal da.

Das mag daran liegen, dass das Barcamp Rhein-Neckar erst zum dritten Mal in Heidelberg stattfand. Für alle anderen Unwissenden also erst einmal eine kurze Einführung in das Format:

Ein Barcamp ist eine extrem offene Tagung.

Die Idee: Nur so viel Struktur wie nötig, dafür so viel Eigeninitiative wie möglich.

Alle Interessierten sind eingeladen ihre Themen selbst zu setzen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde darf man Vorschläge für Sessions präsentieren und wenn die Resonanz groß genug ist, werden sie ins Tagesprogramm aufgenommen.

Wir sprechen da zum Beispiel über die Chancen und Risiken von Open Data für Unternehmen: „Die Bahn hat einen Zug und hat darunter einen Laserscanner da messen wir ob die Gleise parallel sind…“.

Will man selbst keine Sitzung leiten sind auch Themenwünsche willkommen. Dabei entsteht ein bunter Strauß von gut 60 Sessions die von über 100 Menschen besucht werden.

Abgesehen von technischen Themen und persönlichen Skills reden wir über so unterschiedliche Bereiche wie neue Lebens- und Arbeitswelten, Reiseerfahrungen oder Alltagsherausforderungen, wie Beleidigungen und Depressionen. Neben Vortragsformaten gibt es auch Workshops zum Selbermachen.

(Mitten in einer Session. Mehrere Menschen Summen und ändern die Tonhöhe).

Das einzig gesetzte Thema ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Deren Beteiligte haben sich mit ihrer Veranstaltung dem Barcamp Rhein-Neckar angeschlossen und informieren darüber wie die Wikimedia Organisation funktioniert und wie man selbst zum Artikelschreiber werden kann.

Das Fazit nach zwei vollen Tagen:
Die Macher scheinen überzeugte Idealisten zu sein. Und das müssen sie wohl auch, um ehrenamtlich eine so gut organisierte und niedrigschwellige Veranstaltung zu stemmen.

Das offene Format bringt einige Vor- und Nachteile mit sich:

  • Man weiß vorher nie so genau was einen erwartet und was später daraus wird.
  • Man sollte bereit sein sich mit sehr unterschiedlichen Menschen intensiv auseinanderzusetzen.
  • Und es erfordert Eigenverantwortung Themen selbst aktiv mitzugestalten und sie trotz teils geringem Vorwissen für sich einzuordnen. Fragt man die Teilnehmenden, klappt das hier aber:

„Ja ich denke es ist total offen, für alle – von allen. Das ist auf jeden Fall spannend und man kann zu jedem Thema etwas Tolles erfahren.“

„Ich finde das Konzept super. auch dass man kostengünstig hier teilnehmen kann. Ich fühle mich wohl hier und ich habe den Eindruck, wenn ich mich umschaue, dass es die anderen Leute auch tun.“

„Ich finde es schön das Leute auch auf Themen dann eingehen, wenn man irgendwie Fragen hat. Und dass die Leute selbstreflektiert sind und nicht bei Kritik oder Nachfragen dann beleidigt reagieren.“

„Großartig! Nächste Jahr gerne wieder!“

radioaktiv

„ist ehrenamtlich erstelltes Radioprogramm von Studenten für Studenten – 46 Stunden pro Woche. Wir spielen Musik aufgrund ihrer Qualität und nicht wegen ihrer Chart-Platzierung und unterstützen besonders lokale Bands.

Wir berichten vom Geschehen an den Hochschulen im Raum Rhein-Neckar und im Rest der Republik. Wir geben Tipps für das Studentenleben jenseits von Buch und Schreibtisch: Kultur, Kino, Konzerte, Parties.“ Quelle: radioaktiv

radioaktiv ist im  Rhein-Neckar-Wiki und in der Wikipedia mit einem eigenen Eintrag vertreten.

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